Aus dem Archiv der Grundrisse

Der gute Grundriss steht im Zentrum aller Diskussionen ums Wohnen. Nicht als abstrakte Norm, sondern als konkretes Werkzeug: Er entscheidet, wie Menschen ihren Alltag organisieren, wie viel Spielraum eine Wohnung lässt, wie sie sich verändert, wenn sich das Leben verändert.

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Auszug vom Aus dem Archiv der Grundrisse

Bei pool ist der Grundriss seit über zwei Jahrzehnten ein kontinuierliches Forschungsobjekt. Kein Projekt gilt dabei als abgeschlossen im Sinne einer endgültigen Lösung — jeder Entwurf wird als eigenständige Fragestellung verstanden, die neue Antworten erfordert. Was bleibt, ist ein wachsendes Wissen: über Typologien, über räumliche Qualitäten, über die Grenzen und Möglichkeiten des Grundrisses unter je anderen Bedingungen.

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Auszug vom Aus dem Archiv der Grundrisse

Die Varianz der Möglichkeiten ist nahezu endlos — auch wenn die definierten Rahmenbedingungen sich oft nur gering unterscheiden. Genau darin liegt das Interesse: bestehende Typologien nicht zu wiederholen, sondern sie von Projekt zu Projekt weiterzudenken, zu variieren, in differenziertere Lösungen zu überführen. Dieser prozesshafte Ansatz ist es, der das Archiv der Grundrisse ausmacht — weniger eine Sammlung von Resultaten als eine Dokumentation von Fragen, die offen bleiben.

Das Archiv versteht sich ausdrücklich als offenes Instrument. Im Sinne eines Open-Source-Gedankens soll es als Dialoggrundlage dienen — für Architektinnen und Architekten, die an ähnlichen Fragen arbeiten, für Lehrende und Studierende, die den Entwurfsprozess nachvollziehen wollen, für alle, die an Wohnformen und Lebensentwürfen interessiert sind.

Buch und Ausstellung «Aus dem Archiv der Grundrisse» — herausgegeben von pool Architektur, Text von Annette Spiro, erschienen zur gleichnamigen Ausstellung in der Architektur Galerie Berlin.

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