Schwamendinger Dreieck Baufeld B
0388

BGZ-Wohnsiedlung: 200 Wohnungen, Wohnpflegeheim, Gewerbe, Räume für Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich und die BGZ

Wettbewerb 2019, 2. Preis

Schwamendinger-Dreieck zwischen der Winterthurer-, der Dübendorf- und der Roswiesenstrasse
8051 Zürich

Aus der Grammatik des Steiner-Plans wird eine kontrastierende Freiraumfolge entwickelt, die die Identität des Standorts stärkt und eine Brücke zwischen der wachsenden Urbanität des Schwamendinger Zentrums und den angrenzenden, üppig durchgrünten Siedlungszellen schlägt. Strassenbegleitende Baukörper säumen den Quartierhof. Ihren Höhepunkt findet die Verdichtung im Hochhaus, das als baulicher Akzent zum Schwamendingerplatz vermittelt. An dessen Fuss entsteht ein kleines urbanes Zentrum mit sonnigem Stadtplatz und Restaurant. Die drei Gebäude am neuen Grünzug Roswiesenstrasse sind niedriger und durchlässiger angeordnet. Unmittelbar bei der Tramhaltestelle erzeugt eine Abfolge von Restaurant, Gewerbeflächen und Grossverteilern eine attraktive städtische Situation. Zur Dübendorferstrasse hin bilden die zurückversetzten Sockelbauten hinter dem begrünten Tramtrassee ausgeweitete Vorplätze als Ankunftsorte und zur Adressierung der Hauseingänge.

Alle genossenschaftlichen Wohnungen sind mindestens zweiseitig orientiert, ein Grossteil davon liegt an attraktiven Kopf- oder Ecklagen. Dreh- und Angelpunkt jeder Wohnung ist der zentrale Essraum. Küche und Wohnraum gruppieren sich um dieses Herzstück und bringen Licht sowie Aussenbezüge in die zentralen Bereiche. Private Aussenloggien und Treppenhausfassaden werden in das Begrünungskonzept eingebunden. Sie schaffen einen Mehrwert sowohl für die Wohnungen als auch für das Leben in der Siedlung und im Quartier. Durch vielfältige Sichtbezüge aus jeder Wohnung werden Lage und Charakter der durchgrünten Siedlung erlebbar.

Das Wohnpflegeheim ist auf zwei Baukörper in der nördlichen Mitte der Siedlung verteilt und bietet den pflegebedürftigen Personen zugleich Ruhe und Teilhabe am Quartierleben. Der hofseitige Blumengarten wird von einem Kreuzgang umschlossen, der sämtliche gemeinschaftlichen Nutzungen – vom Speisesaal bis zur Cafeteria – verbindet und zugleich einen Rückzug vom Siedlungsleben ermöglicht. Die dreiseitig orientierte Cafeteria wird zum Treffpunkt in der Hofmitte.

Mit der grossen Speichermasse der Gebäude, dem aussenliegenden Sonnenschutz sowie der Nachtlüftung zum intensiv begrünten Innenhof werden im Sommer angenehme Temperaturen erreicht. Die Wärmeenergie für Heizung und Brauchwarmwasser wird ganzjährig über Fernwärme gedeckt, während die Abwärme aus den Kühlanlagen der Detailhändler im Winter zusätzlich zum Heizen genutzt wird. Auf den Dächern befinden sich Photovoltaikanlagen, die einen möglichst hohen Eigenverbrauchsanteil ermöglichen, das öffentliche Netz entlasten und günstige Stromtarife unterstützen.