Stadtzentrum Luzern Nord
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Realisation Strassen- und Hochwasserprojekt 2013-2017

Testplanung 2008, 1. Preis
Masterplan 2009-2010
Städtebauliches Leitbild 2012
Bebauungspläne ab 2015 bis 2017

Der Grossraum Luzern unterliegt einer starken Entwicklungsdynamik, die sich auch in Zukunft fortsetzen dürfte. Stadt und Umlandgemeinden wachsen funktional und räumlich zunehmend zusammen. Im Gebiet Seetalplatz–Bahnhof Emmenbrücke bietet sich im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Verkehrswege und des Flussraums eine einmalige Chance. Für den Norden der Stadtregion Luzern kann ein urbaner Brennpunkt städtebaulich artikuliert, verkehrsplanerisch effizient geregelt und landschaftsräumlich gestaltet werden.
Drei unterschiedliche Quartiere werden als Bausteine der neuen urbanen Mitte von Luzern Nord umrissen: eine kleine City als regionales Zentrum rund um Bahnhof und Seetalplatz, urbanes Wohnen im Emmenfeld in einem zum Fluss geöffneten Quartier sowie ein aufgewertetes gewachsenes Quartier in Reussbühl mit einem neuen, städtischen Gesicht zum Fluss. Die drei Teilgebiete grenzen an die Kleine Emme, die mit neu gestalteten Ufern zum Stadtfluss wird. Eine solche Entwicklung erfordert eine schrittweise, prozesshafte Umsetzung einer starken urbanen Vision, deren Bausteine Städtebau und Landschaftsgestaltung, Verkehrs- und Nutzungsplanung, Hochwasserschutz und Ökologie integral zusammenführen.

Als Modifikation des vorgegebenen Strassenbauprojekts wird ein lichtsignalgesteuerter Grosskreisel mit Einbahnverkehr vorgeschlagen. Dadurch werden die Querungsmöglichkeiten für Fussgänger im gesamten Gebiet deutlich verbessert. Die Strassenräume sind schmaler und siedlungsverträglicher konzipiert, und der motorisierte Individualverkehr beansprucht lokal weniger wertvolle Fläche. Auf beiden Seiten der Emme kann so eine urbane Mischung entstehen. Spannungsvolle, gemischt genutzte Quartiere mit attraktiven Strassenräumen trotz Verkehrsbelastung stehen im Wechsel mit ruhigeren Zonen wie Promenaden und Plätzen zum Flanieren, Höfen und Gärten als Rückzugsräume sowie dem Emmendelta als Freizeit- und Erholungsgebiet.