Wohnüberbauung Loft+Split
0219

Loft – Wohnüberbauung Umbau

Direktauftrag, 2008
Ausführung 2011-2012

Spätzstrasse 25
8810 Horgen

 

Split – Wohnüberbauung Neubau

Direktauftrag, 2008
Ausführung 2011-2012

Spätzstrasse 27/29
8810 Horgen

Loft
Am nordwestlichen Siedlungsrand von Horgen, angrenzend an eine Industrie- und Gewerbezone, wird ein bestehender Gewerbebau zusammen mit einer anschliessenden, unbebauten Parzelle für gehobenes Eigentumswohnen umgenutzt. Die raue industrielle Nachbarschaft wird durch die panoramaartige Seesicht sowie die Nähe zu Landschaft und Wald kontrastiert. Die kurze Gehdistanz zum Bahnhof Oberdorf ist ideal für ein gemischt genutztes Gebiet und begünstigt einen höheren Wohnanteil als Ergänzung zu den bestehenden Arbeitsplätzen.
Die beiden rechtwinklig zueinander angeordneten Baukörper suchen eine Zeichenhaftigkeit, die sich neben den deutlich grösseren Industriebauten behaupten kann. Der bestehende, aus dem Hang ragende Gewerbebau aus den 60er Jahren nimmt sechs loftartige, 3.3 m hohe Wohnungen auf, die sich über die gesamte Gebäudelänge bzw. -breite spannen. Mit kräftigen Pfeilern und Unterzügen sowie roher Bretterschalung rhythmisiert die vorhandene Stahlbetonstruktur die Innenraumfolgen.
Die gewerbliche Fassade wird durch einfache Massnahmen transformiert: Die Gliederung der vormals umlaufenden Fensterbänder zeichnet die innere Teilung nach, Vordächer markieren die individuellen Wohnungseingänge. Anstelle der Wellblechverkleidung tritt eine hell verputzte, fein strukturierte Fassade. Kalksteinverkleidungen im Sockelbereich sowie als Streifen über den Fenstern umfassen den Baukörper. Sie verleihen ihm eine elegante Noblesse und schaffen eine harmonische Verbindung zur pragmatischen Modernität der vorgefundenen Struktur. Nicht zuletzt vermittelt die kleinteilige und dicht bepflanzte Umgebungsgestaltung mit Sitzplätzen entlang des Terrainverlaufs eine Wohnlichkeit, die sich gegenüber den harten Gewerbevorplätzen zu behaupten vermag.

Split
Am nordwestlichen Siedlungsrand von Horgen, angrenzend an eine Industrie- und Gewerbezone, wird ein bestehender Gewerbebau zusammen mit einer anschliessenden, unbebauten Parzelle für gehobenes Eigentumswohnen umgenutzt. Die raue industrielle Nachbarschaft wird durch die panoramaartige Seesicht sowie die Nähe zu Landschaft und Wald kontrastiert. Die kurze Gehdistanz zum Bahnhof Oberdorf ist ideal für ein gemischt genutztes Gebiet und begünstigt einen höheren Wohnanteil als Ergänzung zu den bestehenden Arbeitsplätzen. Die beiden rechtwinklig zueinander angeordneten Baukörper suchen eine Zeichenhaftigkeit, die sich neben den deutlich grösseren Industriebauten behaupten kann. Analog zum bestehenden Gewerbebau präsentiert sich der Neubau mit den Split-Level-Wohnungen als einfacher, quaderförmiger Kubus. Der Baukörper wird durch vier Gebäudeabschnitte geprägt, die jeweils zwei übereinanderliegende Wohnungen enthalten. Dachterrassen und Loggien integrieren sich in das übergeordnete Gerüst des regelmässigen Fassadenrasters, während die liegenden Fensterformate ihre Entsprechung im benachbarten Loftgebäude finden.
Die Wohnungen sind über mehrere versetzte Ebenen organisiert. Zentrum jeder Wohnung ist ein ineinander diagonal verschachteltes Raumpaar, bestehend aus einem Wohnzimmer mit Seesicht und einem bergseitigen Ess- und Küchenbereich mit Südausrichtung. Von hier aus entwickelt sich eine Raumfolge nach unten oder nach oben mit hohem Wohn- und Nutzwert. Alle Splitwohnungen verfügen über Dachhöfe und -terrassen oder ebenerdige Sitzplätze und Loggien zum See. Die Fassade ist analog zum Loftgebäude hell verputzt und fein strukturiert; Kalksteinverkleidungen im Sockelbereich und bei den Hauseingängen verbinden den Baukörper mit dem Boden und verleihen ihm Eleganz und Noblesse. Nicht zuletzt vermittelt die kleinteilige und dicht bepflanzte Umgebungsgestaltung mit Sitzplätzen auf der Bergseite eine Wohnlichkeit, die sich gegenüber den harten Gewerbevorplätzen zu behaupten vermag.