| Datum | 01.03.2021 |
| Publikationstyp | Artikel & Beiträge |
| Verlag | Verlag Werk |
| Herausgeber | BSA - werk, bauen + wohnen |
| Text | Martin Tschanz |
| Fotografie | Luca Zanier |
Man übertreibt kaum, wenn man behauptet, Winterthur habe sich von einer Industrie- zu einer Bildungsstadt entwickelt. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW wächst rasch und ist heute mit gut 10 000 Studierenden, rund 2 500 Forschenden, Dozentinnen und Mitarbeitern und über 5 000 Teilnehmerinnen an Weiterbildungen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und ein prägender Bestandteil des städtischen Lebens. Kein Wunder, dass sie Orte der ehemaligen Industrie besetzt, namentlich im Sulzer-Areal unmittelbar beim Bahnhof. Eine Pionierrolle spielte dabei das Departement für Architektur, das sich bereits 1991 in der ehemaligen Kesselschmiede eingerichtet
hatte. Verschiedene Institute folgten, und spätestens mit der Eröffnung der zentralen Bibliothek in der markanten, rot verschindelten Halle 87 hat sich das ehemalige Industrieareal als Campus Stadt-Mitte zu einem räumlichen Schwerpunkt der Hochschule entwickelt. Durch das Haus Adeline Favre für das Departement Gesundheit, benannt nach einer Walliser Pionierin im Hebammenwesen, wurde dieser Standort weiter gestärkt.

