CKW Rathausen
0468

Arealentwicklung mit Bestandesbauten

Studienauftrag 2022

Rathausenstrasse 
6032 Emmen

Die Analyse der statischen und baulichen Struktur der Bestandesbauten hat gezeigt, dass die Hauptgebäude bei Bedarf um jeweils zwei Holzgeschosse aufgestockt werden könnten. Diesen möglichen Umgang mit dem Bestand durch Weiterbauen und Ergänzen sehen wir als eine architektonische Strategie mit grossem Potential.

Wie die Bestandesbauten soll auch der zweigeschossige Sockel des Werkhofs als Massivbau mit Metallfassade artikuliert werden. Die grossen Spanweiten in den unteren Geschossen schaffen grosszügige und nutzungsflexible Räume für Nutzfahrzeuge, Lager und Werkstätten. Darüber werden Büroräume als Holzbau mit wirtschaftlichen Spannweiten ergänzt. Das neue 8-geschossige Ausbildungszentrum wird als reiner Holzbau ausformuliert.

Die Fassaden der Ausbildung wie auch die Längsfassaden der hölzernen Bürotrakte werden mit einer leichten Aussenraumschicht ergänzt. Diese übernimmt vielfältige Aufgaben. Als attraktive Erweiterung des Arbeitsbereichs in Richtung Reuss und Kanal werten sie die Bürogeschosse auf. Sie dienen als Brise soleil und Witterungsschutz, sie optimieren den sommerlichen Wärmeschutz und dienen dem Unterhalt. Im Brüstungsbereich und als Dachabschluss werden doppelreihig angeordnete PV Module eingesetzt. Sie ergänzen die Solargärten auf den Dachflächen und maximieren so die Energiegewinnung.

Der neue Hauptsitz der CKW als systemrelevantes Energieunternehmen darf angemessen präsent und zurückhaltend repräsentativ sein und wirkt durch seinen prägenden Materialmix und die Ausbildung der Fassaden identitätsstiftend.

Die innere Materialisierung ist geprägt von der Kombination der zwei Materialien Beton und Holz. Die Grosszügigkeit und Präsenz der grossen Spannweiten im Werkhof wird kontrastiert von der haptischen Qualität der darüber liegenden filigranen Holzstruktur. Die Vielzahl von hochwertigen Aussenräumen in direkter Nähe der Arbeitsplätze ergänzt die Innenräume